Amalgam

Die Bedeutung von Amalgam aus neuralkinesiologischer Sicht
Information zur Ausleitung von Schwermetallen

Die äußerst effektive Methode von Dr.med. Louisa Williams, USA, und Dr. med. Dietrich Klinghardt, USA, ermöglicht es, Schwermetalle - vor allem Quecksilber - aus dem Nervengewebe freizusetzen.

Jeder von uns hat oder hatte im Durchschnitt zwölf Amalgamfüllungen; das entspricht einem Gewicht von ca. 3-4 g reinem Quecksilber. Bereits 1 g wäre tödlich, würde man es injizieren. Seit etwa 5 Jahren gilt es als unbestritten, daß Amalgamfüllungen kontinuierlich geringe Mengen an Quecksilber in den Körper abgeben. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und medizinische Produkte (ehemals Bundesgesundheitsamt) bestätigt inzwischen, da? Amalgam messbar zur Quecksilber- Belastung im Menschen beiträgt: Seit 1987 schränkte das Amt schrittweise das Material ein: Erst für Schwangere, dann für Kinder bis zum sechsten Lebensjahr und Patienten mit Nierenfunktionsstörungen.

Was ist Amalgam überhaupt?
Amalgam besteht - je nach Legierung - zu 50-51,5% aus Quecksilber und weiteren Metallen wie Silber, Zinn, Kupfer und Zink und wird vom Zahnarzt mit einem Legierungspulver vermischt.
Quecksilber gehört zu den Schwermetallen und ist das einzige Metall, welches bei Zimmertemperatur (20 Grad Celsius) flüssig wird und gesundheitsschädigende Dämpfe entwickelt. Es wurde jahrelang behauptet und angenommen, daß die Bestandteile des Amalgams in der Füllung fest gebunden sind. Jedoch ist schon vor Jahren durch wissenschaftliche Untersuchungen in aller Welt nachgewiesen worden, daß das neurotoxische Quecksilber und andere giftige Amalgambestandteile in unterschiedlichen Größenordnungen - je nach Verarbeitung und Material - im Mundhöhlenraum freigesetzt werden.
Schwermetalle, und somit auch Quecksilber, können nur sehr schlecht auf normalem Weg über die Niere oder den Darm ausgeschieden werden und werden im Körper - vor allem im Binde- und Nervengewebe - eingelagert. Daher sind sie meist im Blut oder Urin nicht nachweisbar, es sei denn, sie werden mobilisiert.

Amalgam in Laufe der Zeit ...
1833 wurde Amalgam, das in Frankreich erfunden und von Ärzten in die Vereinigten Staaten mitgebracht wurde, erstmalig in den USA verboten. Zahnärzte, die nach dem Verbot weiterhin das Amalgam einsetzten, wurden von der Berufsärztekammer ausgeschlossen. Man nannte sie verachtend "Quacksalber" - also jene, die das krankmachende Quecksilber verabreichten.
Aber das Verbot war nur von kurzer Dauer. 1860 wurde es auf Druck der Industrie wieder aufgehoben. Plötzlich galt Amalgam als wertvolles Füllmaterial, denn es war billig und leicht zu verarbeiten. Allerdings häuften sich nun die Quecksilbervergiftungen. Berichte darüber wurden dementiert. Die neue Krankheit hieß "Neurasthenie" und galt ganz einfach als "psychosomatisch" verursacht.
Mittlerweile hatte Amalgam auch in Europa seinen Siegeszug angetreten; aber unbemerkt blieb seine gesundheitsschädigende Wirkung auch in Deutschland nicht. So brach 1926 der "zweite Amalgamkrieg" aus.

Der anerkannte Chemie-Professor Alfred Stock, Direktor des Max-Planck-Instituts (Berlin), wies schon damals durch zahlreiche Versuche nach, daß Quecksilber aus Amalgamfüllungen austritt und vom Körper aufgenommen wird. Er sagt: "Es herrscht kein Zweifel darüber, daß viele Symptome, darunter Ermüdung, Depression, Reizbarkeit, Schwindelgefühl, Gedächtnisschwäche, Mundentzündung, Duchfall, Appetitlosigkeit und chronische Schleimhautentzündungen, oft durch Amalgamfüllungen, die Quecksilber in kleinen aber kontinuierlichen Mengen absondern, hervorgerufen werden."

Verstärkt wird die Freisetzung auch durch festes Kauen, fluorhaltige Zahnpasten, heiße und saure Getränke und Speisen, Rauchen und Kaugummikauen.
Forscher an der Uni Erlangen ermittelten, daß durch Kaugummikauen der Quecksilbergehalt im Speichel den Grenzwert für Quecksilber im Trinkwasser sogar um das 190fache übersteigt.


Über welche Wege gelangt das Quecksilber in den Körper?
•    Amalgamfüllungen
•    Meeresfische (vor allem Thunfische)
•    Schwangerschaft ( Quecksilber ist placentagängig und wird von der Mutter auf den Empryo übertragen. Seit 1992 gibt es eine Empfehlung von BfArM, während der Schwangerschaft und Stillzeit größere zahnärztliche Arbeiten an Amalgamfüllungen nur durchzuführen, wenn diese unumgänglich sind)
•    Industrie und Autoabgase
•    Zigarettenrauch
•    Medikamente (z. B. Impfstoffe)

Wie gelangt das Quecksilber von der Füllung in den Körper?
1) Quecksilber ist leicht flüchtig; schon bei 20 Grad Celsius verdampft es. Da im Mund häufig Temperaturen von 40 bis 60 Grad herrschen, wird kontinuierlich aus den Füllungen Quecksilberdampf frei und vom Körper aufgenommen.
Von der Mund- und Nasenhöhle gelangen Quecksilberdämpfe in den Blutkreislauf und über Nervenbahnen direkt ins Gehirn. Zellmembranen sind für Quecksilber-Dampf keine Barriere: es überquert mühelos die Blut-Hirn-Schranke.

2) Die Dämpfe werden teilweise über den Luftweg von der Lunge eingeatmet. Auch so gelangen sie in den Blutkreislauf, wobei ein Teil des Quecksilberdampfes verwandelt wird: er oxydiert zu Quecksilberionen - eine Form, die noch toxischer wirkt als der Dampf. Da die Organe, wie Leber und Niere, als Blutfilter fungieren, reichert sich besonders dort das gesundheitsschädigende Metall an.

3) Beim Kauen werden Amalgampartikel in der noch harmlosen metallischen Form abgerieben und verschluckt. Die natürliche Magen- und Darmflora verwandelt diese Partikel in die gefährlichste Form des Metalls: Methyl-Quecksilber. Diesen Vorgang nennt man Methylierung. Vom Darm, wo es zu Störungen und chronischen Entüzündungen der Schleimhaut kommt, wandert das giftige Mehtyl-Quecksilber ins Blutsystem und schließlich in die Leber.

4) Das Metall wandert über das Zahnfleisch, die Zahnwurzeln und die Kieferknochen in das zentrale Nervensystem (ZNS) und ins Gehirn.


Wie wirkt Quecksilber im Körper?
Zahlreiche Studien belegen, daß Quecksilber bestimmte Hormone, Rezeptoren und Enzyme schädigt und blockiert. Dadurch wird vor allem der Hirn-, Nerven-, Eiweiß-, Fett-, Kohlehydrat- und Vitaminstoffwechsel nachhaltig gestört.
Quecksilber schwächt das Immunsystem, so daß krankmachende Opportunisten, wie Pilze, Viren und Bakterien, ein leichtes Spiel haben. Weitere Erkrankungen sind die Folge. Der natürliche Entgiftungsmechanismus des Körpers wird lahmgelegt und andere Schadstoffe, die wir täglich aus unserer Umwelt unfreiwillig aufnehmen (Holzschutzmittel, Formaldehyd, Blei, Cadmium), werden nicht mehr ausgeschieden, sondern im Binde- und Nervengewebe gespeichert.
Quecksilber und Zinn haben als einzige Schwermetalle die Fähigkeit, in die autonome Nervenfaser einzuwandern, hinter sich aber das Mikrotubulin der Zelle zu zerstören. Das bedeutet, daß der Transportweg blockiert ist und diese Stoffe nicht wieder freigesetzt werden. Quecksilber schädigt die Zellorganellen, vor allem die Mitochondrien. Amalgambelastete Nervenfasern sind zwar am Leben, aber in ihrer Funktion, je nach Schweregrad der Belastung, eingeschränkt. Diese Funktionsbeeinträchtigung hat zur Folge, daß der Körper bzw. das autonome Nervensystem nicht mehr auf verschiedene therapeutische Reize ansprechen kann.
An der Calgary Universität, Kanada wurde eine Studie durchgeführt, in der man Ziegen radioaktive Quecksilberfüllungen einbaute. Später hat man die Tiere mit einer Kamera fotografiert, die Radioaktivität wahrnimmt, um nachzuweisen, wohin sich das Quecksilber bewegt. Innerhalb von 24 Stunden war das gesamte Rückenmark imprägniert, sowie das Gehirn, Ovarien oder Hoden, die Darmwand, Nebennieren und Nieren. Nach vier Wochen und sechs Wochen wurden erneut Aufnahmen gemacht, mit dem Ergebnis, daß sich an der Quecksilberkonzentration im Nervengewebe nichts veränderte.

Die Wirkung vieler Behandlungsmehoden beruht auf der Funktionsfähigkeit des vegetativen Nervensystems und dessen Regulationsfähigkeit, sowie des Funktionierens der sogenannten "körperlichen Abwehr". Ist diese jedoch blockiert, wird auch die Bildung von Abwehrstoffen gehemmt. Durch die Unterbindung der autonomen Schmerzhemmung ist der Entwicklung chronischer Schmerzen Tür und Tor geöffnet.


Leitsymptome für eine chronische Amalgamvergiftung:
•    Allergien
•    Immunschwächen
•    Bauchschmerzen
•    Energielosigkeit
•    Kopfschmerzen
•    Schwindel und nachlassende physische Fähigkeiten (Konzentrationsstörungen und Antriebsschwäche, Reaktionen verlangsamt, Empfindungs- und Wahrnehmungsstörungen)
•    Gedächtnisstörungen
•    Metallgeschmack

Weitere häufig auftretenden Symptome:
•    Unklare chronische Beschwerdebilder
•    Polyneuropathien
•    Gelenkbeschwerden
•    Herzrhythmusstörungen
•    Fibromyalgie
•    CFS


Neuralkinesiologie: eine äußerst effektive Diagnose und Therapiemethode
Die Neuralkinesiologie ist aus der angewandten Kinesiologie von George Goodheart und der klinischen Kinesiologie von Alan Beardall entstanden. Es ist eine "Biofeedback-Testmethode", die genaue Hinweise zur Regulations- und Funktionsfähigkeit des Organismus liefert.
In einer Reihe von "Vortests" wird zunächst geprüft, ob das autonome Nervensystem soweit funktionsfähig ist, daß es dem Muskeltesten zur Verfügung steht und eindeutige Informationen liefert. Wenn das Nervensystem z. B. stark belastet ist durch Lösungsmittelvergiftung, Nahrungsmittelallergien, Geopathie und elektromagnetischen Stress, Malokklusion, psychische Belastungen sowie nicht entstörte Narben, ist es nicht möglich, eindeutige Testergebnisse zu erzielen. Wenn diese Stressoren beseitigt sind, reagiert das jeweilige autonome Nervensystem wieder auf bestimmte Substanzen, die auf den Körper aufgebracht werden. Wenn dann im Körper, den wir testen, die Schwingungen dieser Substanz vorhanden ist, treten die beiden Schwingungen in Resonanz, was einen Effekt im autonomen Nervensystem auslöst und den Tonus im Indikatormuskel verändert.

Die Begründer der Neuralkinesiologie. Dr. med. D. Kinghardt u. Dr. med. L. Williams, beschäftigen sich schon seit Jahren mit der Belastung des Körpers durch Schwermetalle und Lösungsmittel.
Es kommen innerhalb dieser Behandlungsmethode Ausleitungspräparate zur Anwendung, welche sich im Laufe der Jahre bewährt haben und nachweisbar (TÜV-Gutachten) Quecksilber nicht nur mobilisieren, sondern auch binden und abtransportieren. Darunter befinden sich Algenpräparate, Phytotherapeutika sowie hochdosierte Mineralstoffe.

Die Neuralkinesiologie misst dem autonomen Nervensystem eine Schlüsselrolle zu und überprüft grundsätzlich seine Funktions- und Regulationsfähigkeit, welche bei einer Amalgambelastung gestört ist.
In den Zellen ist das Quecksilber fest an den Ionenkanälchen anstelle des Calciums gebunden. Somit ist der Ionenkanal blockiert und das Quecksilber verbleibt in der Zelle. Die meisten Testverfahren wie EAV, Resonanzmessungen u. a. können Quecksilber nur im Gewebe nachweisen. Prof. Dr. Omura und Dr. med. Dietrich Klinghardt haben herausgefunden, daß die Gabe einer bestimmten Korianderart und eine gleichzeitige Akupressur bestimmter Reflexpunkte die Freisetzung von Quecksilber aus den Zellen bewirkt.
Dies setzt jedoch voraus, daß ein osmotischer Gradient im Gewebe geschaffen wird und zuallererst die im Bindegewebe befindlichen Depots von Schwermetallen befreit werden, damit danach langsam die Schwermetalle aus dem Gehirn und Nervengewebe entfernt werden können.
Dies geschieht vor allem durch eine spezielle Süßwasseralge: Chlorella pyrenoidosa, die eine Starke Bindefähigkeit mit Schwermetalllen aufweist (TÜV-Gutachten Bericht 14001540/E98/19: Quecksilber Adsorption durch Pflanzen Lyophilisate vom 30.09.1998). Die ungewöhnlich hohe Entgiftungspotenz von Süßwasseralgen ist unter anderem auf ihre dreischichtige Zellwand und deren Bestandteile zurückzuführen (Dr. med. David Steenblock, Kalifornien), die in der Lage ist, toxische Substanzen aufzunehmen und zu binden.

Therapeutische Maßnahmen zur Amalgamausleitung

Zahnsanierung
Der erste Schritt ist, das Quecksilber aus dem Mund zu entfernen. Grundsätzlich sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden, der Erfahrung mit der Amalgamsanierung besitzt. Während der Schwangerschaft ist jede Arbeit mit Amalgam unbedingt zu vermeiden. Nach der Amalgamentfernung ist es wichtig, daß nicht sofort Hochgold eingesetzt wird. Dieses behindert die Quecksilberausleitung aus dem Kieferknochen. Empfehlenswert ist ein Provisorium aus Zement.
Die alleinige Entfernung der Amalgamfüllungen ist zwar der erste Schritt, zeigt jedoch als alleinige Maßnahme keine gesundheitliche Erleichterung, da dies nur zur Folge hat, daß die bereits bestehende Belastung nicht mehr ansteigt bzw. konstant gehalten wird. Unterstützend empfiehlt es sich schon vor der Zahnsanierung mit der Ausleitungstherapie zu beginnen.


Ausleitung von Schwermetallen und Therapie aus neuralkinesiologischer Sicht
Sind die Füllungen vollständig entfernt, setzt der wichtigste Teil der Ausleitung ein (Quecksilber wird aus den Speicherorganen nur langsam ausgeschieden. Aus dem Gehirn verschwindet die Hälfte (Halbwertzeit) erst nach etwa 20 Jahren, aus dem Kieferknochen nach etwa 80).

Die Ausleitungstherapie muß unbedingt individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt werden. Grundsätzlich ist es notwendig, daß die Dosierung der eingesetzten Ausleitungspräparate in regelmäßigen Abständen ausgetestet werden, damit nicht unnötig Medikamente eingenommen werden, die dann den Stoffwechsel belasten.

Bei jeder längerfristigen Ausleitung werden die Entgiftungsorgane (v. a. Leber, Niere) zur Unterstützung mitbehandelt und bestmöglich unterstützt, da das mobilisierte Quecksilber sonst die Zellen der Organe schädigen würde: Die Nierenmembranen schwellen an, bei Kontakt mit Quecksilber.
Ebenso ist es wichtig, das Immunsystem zu stärken. Das geschieht durch Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme, die ganz individuell ausgetestet und gezielt verabreicht werden.

Amalgambelastungen ziehen häufig Candidamykosen nach sich, da in der Regel Schwermetalle durch Pilze gebunden werden. Das ist ein Weg, den der Organismus gefunden hat, um die Metalle in der Zellwand der Pilze zu binden, damit diese nicht das Nervengewebe infiltrieren. Daher sind - aus neuralkinesiologischer Sicht - Candida-Behandlungen mit z. B. Nystatin für den Organismus sehr stark belastend. Sinnvoller ist es, dem Organismus durch eine Ausleitung die Schwermetalle zu entziehen und dann später mit der Sanum-Therapie die Mykose auszuheilen.

Die Dauer der Schwermetallausleitung ist abhängig von der Schwere der Belastung und des Beschwerdebildes (ca. 6 Monate bis 2 Jahre) und muß in regelmäßigen Abständen kontrolliert und angepaßt werden.

Eine Behandlung sollte nur in Zusammenarbeit mit einem entsprechend ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden.


HP Britta Wallentowitz, Hamburg


Quellen:
Dr.med. Dietrich Klinghardt "Schwermetalle: Vergiftung und Entgiftung",
Dr.med. David Steenblock "Süsswasseralgen, die medizinische Alge der Natur",
Dr. med. Dr. med. habil Daunderer: "Gifte im Alltag"
Dr. Joachim Mutter „Amalgam – Risiko für die Menschheit